Foto: stehend von links: Markus Preisinger, Festus Gerhard Bauer, Georg Preisinger, Ronald Flieger, Lothar Müller, Peter Rauch, Karl Siller, Hubert Beinrucker, Christian Konz, Stephan Löw
sitzend das Begleitteam, von links: Florian Helm, Marina Preisinger, Annika Müller, Klaus Müller

Rumänien - Draculaschloss 2024

Rennradtour nach Rumänien zum Draculaschloss in Transsylvanien

Galerie

ein paar Bilder

Schon der Name des dortigen Bieres deutet auf eine ursprüngliche naturnahe Gegend hin, es nennt sich Ursus und kommt von der größten Brauerei Rumäniens. Aber nicht wegen des Bieres sondern wegen dem Ziel, der Weg nach Rumänien zum Schloss von Dracula in Bran, Transsylvanien war der Anlass, dass sich 11 Rennradfahrer und 4 Begleiter auf dem Weg machten.
Startpunkt der Rennradgruppe um Lothar Müller, Plößberg war diesmal die Polnische Partnerstadt der Marktgemeinde Plößberg, Goczalkowice-Zdroj in Oberschlesien, Polen. Bereits 2015 wurde dort über das Erz- und Riesengebirge hingeradelt. Nun war der Plan von dort aus weiter an und in den Karpaten nach Transsylvanien zu radeln.

Insgesamt war es eine sehr homogene Tour mit durchgehendem Sonnenschein, guter Stimmung mit sehr guter Verpflegung und Betreuung durch das Begleitteam.

Mit den Begleitfahrzeugen ging es nach Goczalkowice-Zdroj. Dort gönnte sich die Truppe einen Aufenthalt im Hallenbad im dortigen Sportzentrum. Ausgiebig wurde ein gemeinsames Bad im Jacuzzi genossen. Daneben gab es auch eine Rutsche mit Zeitnahme. Man sollte nicht meinen welchen Spaß Männer im besten Alter über diesen quasi ad hoc aufgerufen Wettbewerb hatten. Gewonnen hat aber Annika vom Begleitteam, auch die stärksten Radler kamen nicht an das Ergebnis heran.

Nach dem Schwimmbadbesuch erfolgte ein Treffen mit der Partnergemeinde. Bürgermeisterin Gabriela Placha organisierte für uns einen Grillabend. Eine Delegation vom Gemeinderat und der Feuerwehr begrüßten uns. Dank der Übersetzerin Justyna Puchalka und ihrem Mann Damian, der ebenfalls Deutsch spricht, entwickelte sich eine rege Unterhaltung.

An diesem Abend ging es relativ früh ins Bett da der erste Radltag auch früh starten solle, da 255 Km und gut 2.000 Höhemeter zu bewältigen waren. Bei zwei Pausen, mit ausgezeichneter Verpflegung (Leberknödelsuppe, belegte Brötchen, Kaffee, Kuchen, Riegel, Obst, Gemüse etc.) wurde der erste Tag in Presov, Slowenien beendet. Dort fand ein traditionelles Fest statt, welches besucht wurde und den ein oder anderen Teilnehmer animierte am dort stattfindenden Volkstanz mitzumachen.

Am zweiten Tag führte der Weg nach Satu Mare, das sich bereits in Rumänien befindet. Nach Verlassen der Slowakei wurde Ungarn nahe der Ukrainischen Grenze im Osten durchquert. Die Tour verlief bis zur Grenze hervorragend, aufgrund des insgesamt relativ flachen Geländes mit entsprechend hohen Geschwindigkeiten. Lediglich eine Katze wurde überfahren, die aber weiterlaufen konnte und auch der Rennradfahrer konnte ohne weiteres weiterfahren. An der Grenze zu Rumänien wurde es dann spannend. Ein Teilnehmer hatte keine gültigen Reisedokumente dabei. Trotz aller Verhandlungen wurde die Einreise nicht gewährt. Es blieb ihm nichts anderes übrig als umzukehren. Das Begleitteam besorgte ihm noch eine Unterkunft in Ungarn und brachte ihn dort hin. Von dort aus radelte er in mehreren Tagen nach Györ, Ungarn, wo er die Truppe wieder traf. Dort war die Zwischenübernachtung der Heimreise.

Nun mit nur mehr 10 Rennradfahrern wurde die Reise am dritten Tag fortgesetzt. Nach einer längeren flachen Anfahrt wurde der Pasul Gutâi von Baia Sprie erklommen. Es ist ein Anstieg in der Region Carpații Maramureșului și Bucovinei. Die Strecke ist 16.9 Kilometer lang und überbrückt 641 Höhenmeter mit einem durchschnittlichen Gefälle von 3.8%. Der höchste Punkt liegt auf 989 Metern. Dann folgte wieder leicht fallendes und leicht ansteigendes Gelände ehe es zum Schlusspunkt der Etappe ging. Zum Ziel führt von der Ortschaft Sacel aus ein Anstieg mit rund 250 Höhenmeter. Auf der Passhöhe wurde Quartier im Gasthaus Hanul Tentea bezogen.

Recht leicht viel der Anfang der vierten Etappe. Zunächst ging es gut 40 Km bergab. Die anfängliche Druchschnittsgeschwindigkeit betrug rund 40 Km/h. Das weitere Streckenprofil mit einigen kürzeren Anstiegen war relativ moderat. Bei der Anfahrt zum Zielort Sovata gab es eine längere nicht zu steile Abfahrt. Lediglich zum Hotel folgte noch ein kurzer Anstieg mit einem knackigen mehr al 10 %igen Anstieg. Sovata ist ein Kurort und eine Stadt im Kreis Mureș in der Region Siebenbürgen in Rumänien. Es herrschte dort ein reger touristischer Betrieb, es gab zahlreiche Hotels und Gastronomie. Unser Hotel hatte einen Spa-Bereich, der auch von einigen Teilnehmern genutzt wurde, obwohl schon während des Tages die Rennradfahrer mehr oder weniger eine Dauersauna hatten.

Am fünften und letzten Tag der Tour wurde wieder bei sehr warmen Temperaturen gestartet. Die Etappe umfasste 178 Km mit 1.560 Höhenmetern. Zunächst musste wieder ein Anstieg mit 350 Höhenmeter hinaufgeradelt werden. Es ging durch teils einsame Landschaften. Der einzig nennenswerte größere Ort der durchfahren wurde war Odorheiu Secuiesc. An diesem Tag gab es die einzige Reifenpanne währen der ganzen Tour, die aber zügig und flott behoben wurde. Die Anfahrt zum Ziel erfolgte westlich von Brasov. Plötzlich tauchte doch noch ein Gewitter auf. Rechtzeitig vor dem eintretenden Starkregen mit Hagel, konnten wir ein schönes Gasthaus ansteuern indem wir Pause machten, bis sich das Gewitter verzog. Kurz vor dem Ziel tauchte eine imposante Gebirgsformation des Bucegi-Gebirges auf. Dann ging es hoch zum Zielort Bran, Transsylvanien. Vor dem Draculaschloss wurde das Abschlussfoto geschossen.

Der nächste Tag wurde dann genutzt um das Draculaschloss zu besichtigen. Da es der 15. August war gab es in dem Ort auch ein Fest, welches besucht wurde. Am späten Nachmittag schwingten sich zwei Teilnehmer nochmal aufs Rad und erkundeten die Gegend.

Insgesamt eine landschaftlich schöne und geschichtlich interessante Tour. Wir sahen viele freilaufende Hunde, aber keinen lebenden Bären. Die Straßen waren in einem überwiegend guten Zustand, wobei es auch Abschnitte gab in denen das Hauptaugenmerk auf Umfahrung der Löcher zu legen was. Es tauchten immer wieder Esels- und Pferdegespanne auf. Es fuhren meist kleinere Traktoren herum. Es war für uns als hätte man die Zeit zurückgedreht.

Dir Rückreise erfolgte auf zwei Tagen mit einer Zwischenübernachtung in Györ (Zwischen Budapest und Wien). Dort traf man auf wieder auf den „verlorenen Sohn“ der nicht nach Rumänien einreisen durfte. Gemeinsam kamen dann wieder alle Teilnehmer wohlbehalten in der Heimat an.

 

Die Tour war seit vielen Jahren ein Wunsch unserer Tochter Annika, die sie gerne Vampirfilme angeschaut hat. Deswegen wollte sie zum Draculaschloss und hat mich beauftragt diese Tour zu organisieren. Einige Zeit habe ich mich dagegen gewehrt, da wir länger brauchten als sonst. Den Plan wie wir das machen hatte ich schon lange im Kopf, gleich nachdem Annika dieses Tourziel ins Gespräch brachte.

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